Home-Office als Betriebsstätte

Das Home-Office erfreut sich zunehmender Beliebtheit sowohl bei Arbeitnehmern als auch bei Arbeitgebern. Einerseits steigert es die Motivation der Mitarbeiter, andererseits führt die Arbeit im Home-Office vielfach zu einer Erhöhung der Arbeitsproduktivität. Gleichzeitig können aus Sicht des Arbeitgebers Kosten, wie insbesondere Bürokosten (weniger Bürofläche notwendig) eingespart werden.

 

In Zeiten des Internets ist die Entfernung des Home-Office zum Betriebsstandort des Arbeitgebers idR keine (technische) Hürde mehr. Liegt das Home-Office der Mitarbeiter aber in einem anderen Land als das Unternehmen des Arbeitgebers, können sich für den Arbeitgeber steuerliche Hürden auftun, nämlich dann, wenn der Fiskus das Home-Office des Mitarbeiters als Betriebsstätte des Arbeitgebers einstuft.

 

Das führt zur Steuerpflicht des Arbeitgebers im anderen Land. Dazu reicht häufig bereits, die Nutzung eines vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellten Computers und Mobiltelefons durch den Mitarbeiter im Home-Office für die Arbeitsausübung.

 

In einer vor Kurzem veröffentlichten Anfragebeantwortung hat sich das österreichische BMF mit diesen Fragen und den steuerlichen Implikationen für ein deutsches Unternehmen aus österreichischer Sicht befasst.

 

Stand: August 2019